Das Finale in Berlin

Kurz vor 19 Uhr, gleich ist es soweit: Der Einlass zum Finale des Science Slam im Wissenschaftsjahr 2016*17 beginnt!
Während vor dem Astra Kulturhaus Berlin schon Slambegeisterte warten...
... bereiten sich backstage Slammer, Slammerinnen und der Moderator auf ihren Auftritt vor.
Traditionell ist Andreas L. Maier der Moderator des Abends.
Er begrüßt das Publikum und bittet dann Slammerinnen und Slammer auf die Bühne.
Das Los entscheidet die Reihenfolge. Wer erhält den undankbaren ersten Startplatz?
Als erster muss Michael Kloster ran!
Ihm folgen Jenny Feige und Matthias Mader, als vierter tritt Joachim Haupt an, dann kommen Julia Schnetzer und schließlich Andreas Schäfer dran.
Doch bevor es losgeht, gibt es ein lyrisches Warm-up vom Poetry Slammer Sebastian Hahn!
Und dann betritt Michael Kloster die Bühne und wirft sich dafür in ein selbstgenähtes Kostüm. Der Biologe vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung ist extra aus Bremerhaven nach Berlin gekommen.
So berichtet die Kieselalge F. Kerg dem Publikum von ihrem außergewöhnlichen Sexualleben.
Michaels Kollegin hat seine unterhaltsame Präsentation eigenhändig illustriert und ihm somit etliche Extralacher eingebracht.
Nach jedem Slambeitrag kommt das Publikum ins Spiel. In Grüppchen werden über die Punkte zwischen 1 und 6 entschieden. Während des Finales kam es dabei zu einigen hitzigen Diskussionen.
Als zweite betritt Jenny Feige die Bühne. Für die Astrophysikerin ist es ein Heimspiel, denn sie arbeitet an der Technische Universität Berlin.
Sie stellt auf der Bühne ihr schauspielerisches Talent unter Beweis und karikiert den Wutausbruch ihrer Chefin, nachdem sie eine Millionen Jahre alte Bodenprobe verhunzt hat.
Und was macht nun eine Astrophysikerin auf dem Meeresgrund? Sternenstaub suchen, natürlich!
Für alle, die kein Wertungsset in die Hand bekommen haben, legt Moderator Andreas während jeder Beratungszeit einen Tanz aufs Parkett.
Startnummer drei: Matthias Mader!
Mit knallroten Turnschuhen und einem bayrischen Dialekt erläutert er, wie er tagtäglich auf der Suche nach durchsichtigen Nanoteilchen ist.
Immer mit dabei sind seine gelben Plüschnanoteilchen, die er mithilfe seiner Mutter eigenhändig angefertigt hat.
Matthias ist Physiker und arbeitet an der Ludwig-Maximilians-Universität München und am Max-Planck Institut für Quantenoptik in Garching und ist extra für das Finale aus München angereist.
Nach den drei ersten Auftritten gehen wir erst mal in die Pause. Die Slammer und Slammerinnen machen es sich Backstage gemütlich und werden dabei vom Kamerateam von ARD-alpha begleitet.
Und weiter geht's: Nach der Pause tritt Joachim Haupt auf die Bühne und legt erst mal einen kleinen Striptease hin.
Dann erklärt er ganz genau, wie man die perfekte Sandburg baut und veranschaulicht jeden Schritt mit einem Live-Experiment.
Der Physikpromovend und Lehrämtler von der Freie Universität Berlin zeigt vollen Körpereinsatz und stellt unter Beweis: Mit der richtigen Technik kann eine Sandburg einen erwachsenen Menschen tragen!
Das Publikum ist davon überzeugt und ist ganz und gar nicht geizig mit den Punkten!
Dann ist Julia Schnetzer dran! Vom Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie ist sie aus Bremen gekommen, um über Mikroorganismen im Meer zu slammen.
Sie verteilt lustige Plüschbakterien und beschert dem Publikum so Salmonellen und Herpes.
Außerdem geht es um das Citizen-Science-Projekt "Ocean Sampling Day", zu dem rund 1000 Bürger Wasserproben genommen und an Julia und ihre Kollegen geschickt haben.
Last but not least tritt schließlich Andreas Schäfer an!
Sein Slamthema ist ernst; es geht um Tsunamis und ihre Folgen, und darum, wie man sie vorhersagen kann.
Der Tsunamiforscher hat die Reise zum Finale aus Karlsruhe angetreten, wo er am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) arbeitet.
Trotz der schweren Kost bringt Andreas die Zuschauer zum Lachen und zeigt, dass das Publikum auch an spannenden Fakten interessiert ist.
Bevor es an die Siegerehrung geht, macht sich Sebastian noch einmal bereit, vor das Publikum zu treten.
In Herzblattmanier lässt er alle sechs Slambeiträge Revue passieren und fasst sie aus seiner Sicht zusammen.
Den Zuschauerinnen und Zuschauern im Astra Kulturhaus scheint das Poetry-Slam-Feature zu gefallen.
Alle Slammer und Slammerinnen erhalten ein kleines Dankeschön.
Und dann steht es fest: Joachim Haupt wird mit 53 Punkten zum Slam Champion im Wissenschaftsjahr 2016*17 gekürt!
Mit seinem bodenständigen Charme und vollem Körpereinsatz hat Joachim sich das Goldene Hirn wirklich verdient!
Und das ist das Treppchen!
Joachim, Julia und Jenny belegen Platz 1, 2 und 3!
Es war ein toller Abend im Astra, und der riesengroße Dank gebührt diesen großartigen Forscherinnen und Wissenschaftlern, die mit viel Einsatz, Einfallsreichtum und Begeisterung ihre Themen mit dem Slampublikum teilen!
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